Schützenhalle

Die Geschichte der Elsper Schützenhalle

1901
Eine Baufirma aus Altenhundem errichtet auf einer Wiese am Elspebach ein Schützenhaus mit Toilettengebäude
1909
Das Grundstück geht in das Eigentum des Vereins über (vorher hatte man vermutlich wegen der Neubaukosten keine Mittel)
1921
Ein drohender Verkauf durch ein aufgekündigtes Darlehen kann abgewendet werden
1938
Erweiterung durch einen Anbau an der Westseite durch Bauunternehmer Anton Henkel aus Elspe. Dort wurden nun die Wirtschaftsräume untergebracht. Im dadurch freiwerdenden Seitentrakt wurde der Königstisch postiert.
1939 bis 1940
Die Halle wurde als Kriegsgefangenenlager genutzt
1945
Das Vereinsvermögen und damit auch die Halle wurden von der britischen Militärregierung beschlagnahmt
1946 bis 1947
Die Halle wurde gewerblich genutzt (Lederfabrik, Fuhrunternehmen)
1948
Die Gewerbetriebe wurden geräumt, dass erste Schützenfest nach dem Krieg konnte wieder in der Halle gefeiert werden
1950
Die Beschlagnahme wurde aufgehoben und dem neu gegründeten Heimatschutzverein „St. Jacobus“ übertragen, die Halle jedoch in einem denkbar schlechten Zustand
1952
Mit Hilfe der Sachtleben AG konnte der Fußboden erneuert werden und ein behelfsmäßiger Seitentrakt errichtet werden
1953
Der 1940 auf dem Schützenplatz gebaute Vorratskeller für das Gefangenenlager wurde aufgestockt und in dem Gebäude vier Wohnungen eingerichtet
06.05.1956
Eine außerordentliche Generalversammlung beschließt fast einstimmig, dass die Schützenhalle gemäß Entwurf von Architekt Ferdinand Stracke aus Eslohe umfassend erneuert werden soll: Anbau eines Seitentraktes zur Dorfseite hin, Speisesaal, Erweiterung der Halle um eine große Theaterbühne gegen Osten, neue Toilettenräume Erneuerung des Seitentraktes zum Elspebach hin, Neugestaltung der Schank- und Wirtschaftsräume. Kosten: 192.000 DM. Die Schützenhalle in der heutigen Form enstand. Der Jahresbeitrag betrug damals aufgrund dieser Maßnahme 72 DM. Untrennbar mit dieser Maßnahme ist der Name des damaligen Amts- und Gemeindebürgermeisters Hugo Duwe aus Tockenbrück (> 1967) verbunden. Als stellv. Vorsitzender und gleichzeitig amtierender Schützenkönig im Jahr 1956 hat er sich um den Bau große Verdienste erworben.
1957
Das erste Schützenfest in der neu gestalteten Halle
1964/1965
In den Wintermonaten diente die Halle als Gotteshaus, da die Elsper Pfarrkirche renoviert wurde
1965/1966
Eine Warmluftheizung mit einem Kostenaufwand von 48.000 DM wird installiert. Parallel dazu brachten die Schützen für neues Inventar, eine Lautsprecheranlage, Böllerkanone, Vogelstange mit Kugelfang in den Jahren 1962 bis 1966 immerhin noch 46.000 DM zusätzlich auf
1972
Der zur Dorfseite hin gelegene Seitentrakt wird durch eine Rolladenwand abgetrennt
1973
Zum 100-jährigen Jubiläum verfügt der Verein über eine Grundstücksfläche von 6197 m²
1992
Der komplette Hallenboden wird erneuert: Da die Holzbalkenlagen teilweise völlig verfault waren entschließt sich der Verein, den Hohlraum unter dem Boden mit Dolomit aufzufüllen und eine 20 cm starke Stahlbetondecke aufzutragen. Auf dieser werden dann 574 m² Hobeldielen als Fußboden in Eigenleistung (Schützenbrüder Clemens Soest, Gerd Ihle, ‚Robert Reuter, Ludwig Cramer und Rudi Greve) aufgebracht. Der Eingangs- und Thekenbereich wird komplett mit Keramikfliesen verlegt. Die Kosten belaufen sich auf 170.000 DM. U. a. 42.200 DM für die Stahlbetondecke, 21.500 DM für die Holzdielen, 31.000 DM für Keramikfliesen im Theken- und Eingangsbereich, 7.300 DM für Stromleitungen und Verteilerkästen. Bei der Aktion wurden auch die große Bühne und die kleinere Musikbühne vergrößert und verändert. Sämtliche Holzaufbauten in der Halle wurden neu gestrichen, das Mobiliar komplett gereinigt. Eine gepflasterte Straße ziert nun daneben den Schützenplatz - 550 m² Pflaster Tegula Roma. Der Halleneingangsbereich wird behindertengerecht ausgebaut. Kosten für Straße und Eingangsbereich 160.000 DM. Zuschüsse der Stadt helfen aber dennoch werden die Schützen um 100 DM Sonderbeitrag erleichtert.
1992
Die Stirnwand im kleinen Saal ziert ein Bild von Elspe, die Kosten werden von Sponsoren getragen
1994
Das Dach wird erneuert. Die alten Bleche entfernt und mit einer Holzschalung und einer Bitumenabdichtung neu versehen
1994
Die vorhandene Oelheizungsanlage wird für knapp 70.000 DM auf Erdgas umgestellt
Die Warmluftheizung für den Speisesaal wurde dabei komplett erneuert.
1995
Die Jalousienanlage, die Mitteltrakt und Seitentrakt trennt, wird erneuert und nun elektrisch betrieben
1996
Die Außentoilettenanlage wird komplett erneuert
1998
In einer außerordentlichen Generalversammlung entschließt sich der Verein fast einstimmig für den Kauf von 2.147 m² Baufläche direkt vor der Halle (ehem. Grundstück Winter) und verschuldet sich um knapp 400.000 DM. Zusammen mit den Alt-Schulden lasten auf dem Verein dadurch 540.000 DM an Verbindlichkeiten. Der Jahresbeitrag wird auf die 1956 üblichen 72 DM erhöht.
2000/2001
Der Speisesaal erhält durch eine großzügige Theke und neues Mobiliar ein neues Ambiente
2001
Die Küche der Halle wird teilweise verändert und renoviert
2006
Umfassende Renovierung der Schützenhalle. Die große Toilettenanlage wird komplett abgerissen. Die neue Toilettenanlage ist wesentlich größer und entspricht in Ausstattung und Aussehen dem heutigen gehobenen Standards. Außerdem wurden sämtliche Holzpfeiler in der großen Halle erneuert. Dadurch wirkt die Halle nun hell, freundlich und größer.
2015 Fertigstellung der neuen Theke, im Herbst und Winter 2014 wurde die Haupttheke, hauptsächlich in Eigenleistung, umgebaut und renoviert. In diesem Zuge wurden auch neue Fenster im Thekenbereich eingesetzt.
2015 Der Holzboden vor der Musikbühne wurde im Herbst durch eine Fachfirma geschliffen und neu lackiert.
2016 Im Februar wurde der restliche Teil des Hallenbodens im Mitteltrakt überarbeitet. Jetzt strahlt der komplette Mitteltrakt der Schützenhalle in neuem Glanz.
Diese Aufstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.